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21.03.2012

Arbeitsgemeinschaft "Das Gesunde Ohr":

Prophylaxe kann Schwerhörigkeit und auch Tinnitus verhindern

Mit ihren deutschlandweiten und internationalen Aktivitäten versucht die Arbeitsgemeinschaft "Das Gesunde Ohr" in Regensburg die Bevölkerung vor Schwerhörigkeit und Tinnitus zu schützen / Dr. Lutz Wilden: Richtiger Gehörschutz sollte Aufklärungsthema in Schulen werden, so wie die Kariesprophylaxe.

Regensburg - Die Tatsache, dass zu viele Kohlenhydrate in der Ernährung zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels und damit langfristig zu Diabetes führen können, ist heute in der breiten Bevölkerung bekannt. Der Zusammenhang zwischen dem zunehmenden Lärm in der Umwelt, also wachsender akustischer Umweltverschmutzung als Auslöser für die Zunahme der Erkrankungen des Innenohrs war und ist dagegen bisher kein Thema breiter öffentlicher Gesundheitsaufklärung und Prävention. Die Arbeitsgemeinschaft "Das Gesunde Ohr" will das ändern.

Fakt ist: Die Zahl der Menschen mit Erkrankungen des Gehörs steigt ständig. 
40 Prozent der jungen Männer, die in der Vergangenheit zur Bundeswehr mussten, hatten bereits deutliche Hörschäden. Schon im Jahr 2006 wurden 50 von 1.000 Kindern oder Jugendlichen bis 18 Jahre ein Hörgerät verschrieben. 2010 waren es schon 63 von 1.000. Das entspricht einem Anstieg von 26 Prozent, berichtet die Techniker Krankenkasse. 

"Zur Verhinderung einer neuen Volkskrankheit muss Ohrprophylaxe und Aufklärung ebenso gesetzlich im Schulsystem verankert werden wie die Kariesprophylaxe, das ist eines unserer Ziele", sagt Dr. Lutz Wilden, Initiator der Arbeitsgemeinschaft "Das Gesunde Ohr" und Leiter des Therapiezentrums Low-Level-Lasertherapie in Regensburg. 

Die größte Hürde für eine breite Aufklärung der Bevölkerung ist der Streit der Wissenschaft über die wahren Ursachen und die richtigen Konzepte zur Behandlung von Innenohrerkrankungen. Ein Teil der Mediziner, von Tinnitus-Experten, HNO-Ärzten, HNO-Universitäten, Neurologen und bis hin zu Gehirnforschern, die noch den klassischen Zweigen der medizinischen Forschung folgen, deuten beispielsweise Tinnitus als eine Fehlfunktion des Gehirns.

Streit der Experten: 
Konservativ kontra Fortschritt

Die Vertreter des konservativen Therapie-Lagers setzen auf Geräte, die durch alle möglichen Geräusche, das eigentliche Tinnitus-Geräusch überlagern oder neutralisieren sollen: Dies reicht von Hörgeräten, sog. Noisern, sog. Tinnitus-Neurostimulatoren bis hin Magnetfeldern oder dem Einpflanzen von Störsendern, sog. Elektroden, zur Manipulation des Gehirns. 

Die andere Gruppe, Verfechter neuer Therapieansätze, sehen die Zunahme der Gehörprobleme vor allem als Ergebnis der Überlastung und Reizüberflutung unseres Gehörs - mit steigender Tendenz, parallel zur wachsenden akustischen Umweltverschmutzung. Jeder Hörvorgang, auch die Geräusche um uns herum, welche wir zivilisatorische Alltagslautstärke nennen, versetzen die Basiliarmembran und die darauf aufsitzenden Hörzellen in ein heftiges Schwingverhalten. 

Aufgrund dieser permanenten Schwingungen werden die Hörzellen für die hohen Frequenzen am schnellsten und am stärksten biologisch überfordert. Dies zeigt sich in den Hörkurven von Tinnituspatienten ganz deutlich. Nahezu alle Hörkurven von Tinnituspatienten dokumentieren einen Abfall der Hörfähigkeit im Hochtonbereich. 

Lärm zwingt die Hörzellen in die Knie, Ruhe gibt ihnen Kraft zurück

"Die Verringerung der Hörfähigkeit der Hörzellen ist  Ausdruck ihrer zunehmenden, biologischen Schwächung und Überforderung. Diese Überforderung führt zu einer zellulären Stress-Situation, aus dieser heraus produziert die Hörzelle ihre typischen Notsignale, eines davon ist Tinnitus", sagt Dr. Wilden.

Der Mediziner verweist auf ein identisches Verhalten der Sehzellen: Ein Schlag auf das Auge stresst die Sehzellen, wir sehen "Sternchen" oder farbige, optische Sensationen, da die Sehzelle aufgrund ihrer extremen Spezialisierung ihre biologische Überforderung nur optisch melden kann. 

Die Arbeitsgemeinschaft "Das Gesunde Ohr", tritt dafür ein, den Menschen durch Information über ihr Gehör einen biologisch vernünftigen und selbstbestimmten Umgang mit ihren Hör- und Gleichgewichtsorganen zu ermöglichen. "Wir wollen auch im Bereich der Vermeidung und der Behandlung von Hörschäden einen mündigen Patienten", sagt Dr. Wilden.

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